GEFAHRGUT CONSULTING
Ladungssicherung Schulung nach VDI 2700
Wir schulen Ihr Team dort, wo geladen wird: an Ihrem Fahrzeug, mit Ihrer Ladung, mit Ihren Zurrmitteln. Ein Tag, acht Unterrichtseinheiten, Ausbildungsnachweis nach VDI 2700a — bundesweit bei Ihnen im Betrieb.
- 8 UE nach VDI 2700 Blatt 1, halber Tag Praxis am Fahrzeug
- Bundesweit inhouse — Festpreis statt Kopfpauschale
- Ausbildungsnachweis nach VDI 2700a für jeden Teilnehmer
- Rechtsstand StVO, HGB, ArbSchG und DGUV Vorschrift 1
Unverbindlich und kostenfrei · Antwort in der Regel innerhalb eines Werktages
Warum wir im Betrieb schulen und nicht im Seminarraum
Ladungssicherung ist kein Wissensfach, sondern ein Handgriff-Fach. Wer einmal selbst gespürt hat, wie wenig Vorspannkraft eine Ratsche mit bloßer Handkraft aufbaut, rechnet danach anders. Wer eine Antirutschmatte einmal unter einer echten Palette liegen hatte, diskutiert nicht mehr über Reibbeiwerte. Deshalb findet rund die Hälfte des Schulungstages an Ihrem Fahrzeug statt — mit Ihrer Ladung, Ihren Gurten, Ihren Aufbauten.
Der Unterschied zeigt sich spätestens bei der nächsten Kontrolle. Theoretisches Wissen über Formschluss und Kraftschluss hilft niemandem, der vor einem halbbeladenen Curtainsider steht und entscheiden muss, ob er so losfährt. Genau diese Entscheidung üben wir.
An Ihrem Fahrzeug
Pritsche, Curtainsider, Kofferaufbau oder Kleintransporter: geübt wird an dem Fahrzeug, das Ihre Leute morgen wieder fahren.
Mit Ihrer Ladung
Coils, Maschinen, Paletten, Schüttgut, Baustoffe, Gefahrgutverpackungen. Die Beispiele kommen aus Ihrem Betrieb, nicht aus einem Lehrbuch.
Keine Reisezeiten
Ihr Team fällt einen Arbeitstag aus statt zwei bis drei. Kein Hotel, keine Fahrtkosten, keine ausgefallenen Touren.
Festpreis pro Tag
Ein Preis für die Gruppe statt pro Kopf. Anfahrt, Spesen und Unterlagen sind bundesweit enthalten.
Vorab angepasst
Wir sehen uns vor dem Termin Ihre Fahrzeuge, Ladungsarten und bisherigen Beanstandungen an und bauen den Tag darum herum.
Ein Ansprechpartner
Alex Cwiklinski schult selbst. Kein wechselnder Dozentenpool, keine Weitergabe an Subunternehmer.
Ist eine Ladungssicherung Schulung Pflicht?
In der Praxis werden vier völlig unterschiedliche Pflichten regelmäßig durcheinandergeworfen. Die folgende Übersicht trennt sie sauber — sie ist der schnellste Weg zu der Frage, was Ihr Betrieb tatsächlich braucht.
| Pflicht | Rechtsgrundlage | Betrifft | Rhythmus | Nachweis |
|---|---|---|---|---|
| Jährliche Unterweisung | § 12 ArbSchG, § 4 DGUV Vorschrift 1 | alle Beschäftigten, die laden, sichern, disponieren oder fahren | mindestens einmal jährlich | dokumentierter Unterweisungsnachweis |
| Ausbildung nach VDI 2700a | VDI 2700 Blatt 1, mittelbar über § 22 Abs. 1 StVO | Fahrer, Verlader, verantwortliche Personen | einmalig als Grundausbildung | Ausbildungsnachweis Ladungssicherung |
| Auffrischung | VDI 2700 Blatt 5 (Qualitätssicherung) | wie Grundausbildung | empfohlen alle drei Jahre | Auffrischungsnachweis |
| BKrFQG-Weiterbildung | § 4 BKrFQV, Kenntnisbereich 1.4 | Berufskraftfahrer mit Schlüsselzahl 95 | 35 UE in fünf Jahren | Eintrag Schlüsselzahl 95 |
Ein Hinweis, den wir lieber vorab geben: Unsere Schulung deckt die ersten drei Zeilen ab. Sie ist keine BKrFQG-Weiterbildung nach Kenntnisbereich 1.4 und wird nicht auf die 35 Unterrichtseinheiten zur Schlüsselzahl 95 angerechnet — das darf nur eine nach § 9 BKrFQG landesbehördlich anerkannte Ausbildungsstätte. Wenn Sie beides brauchen, sagen wir Ihnen das im Erstgespräch und nennen Ihnen einen Weg dorthin.
Wer haftet für mangelhafte Ladungssicherung?
Die verbreitetste Fehlannahme im Transport lautet: Der Fahrer ist verantwortlich, also ist der Rest des Betriebs aus dem Schneider. Der Wortlaut des § 22 Abs. 1 StVO sagt etwas anderes. Er ist bewusst adressatenoffen formuliert — die Pflicht trifft jeden, der verlädt. Und je höher man in der Verantwortungskette geht, desto teurer wird es.
| Rolle | Rechtsgrundlage | Konkrete Pflicht |
|---|---|---|
| Fahrzeugführer | § 22 Abs. 1, § 23 Abs. 1 StVO | Prüft vor Fahrtantritt, auch wenn Dritte verladen haben. Darf bei Mängeln nicht losfahren. Muss das Fahrzeug bei unterwegs auftretenden Mängeln aus dem Verkehr ziehen. |
| Halter und Unternehmer | § 31 Abs. 2 StVZO | Darf die Inbetriebnahme nicht anordnen oder zulassen, wenn die Sicherung erkennbar mangelhaft ist. Muss geeignete Fahrzeuge und Sicherungsmittel bereitstellen. Eigenständiger Bußgeldtatbestand. |
| Verlader und Absender | § 22 Abs. 1 StVO, § 412 Abs. 1 HGB | Schuldet die beförderungssichere Verladung. Kann die Verantwortung nicht per Handschlag an den Fahrer abgeben. |
| Frachtführer | § 412 Abs. 1 HGB | Schuldet die betriebssichere Verladung — Achslasten, Standfestigkeit, Fahrverhalten. |
| Disponent und Verkehrsleiter | § 130 OWiG, § 9 OWiG | Auswahl geeigneter Fahrzeuge und Sicherungsmittel, realistische Tourenplanung, Organisation der Unterweisungen. |
| Geschäftsleitung | § 130 OWiG, § 30 OWiG | Aufsichtspflicht. Wird sie verletzt, droht eine Geldbuße gegen Person und Unternehmen — hier liegen die mit Abstand höchsten Beträge. |
Beförderungssicher oder betriebssicher — der Unterschied, der Prozesse entscheidet
§ 412 Abs. 1 HGB teilt die Verladung in zwei Verantwortungen auf, und fast jeder Streit nach einem Transportschaden dreht sich um diese Trennlinie. Beförderungssicher heißt: Das Gut ist so gestaut und gesichert, dass es die Transportbelastungen unbeschadet übersteht — das schuldet der Absender. Betriebssicher heißt: Das beladene Fahrzeug ist verkehrssicher, Achslasten stimmen, die Standfestigkeit ist gegeben — das schuldet der Frachtführer. Kommt es zum Schaden, entscheidet diese Zuordnung darüber, wer zahlt. § 427 Abs. 1 Nr. 3 HGB stellt den Frachtführer sogar ausdrücklich frei, wenn der Absender selbst verladen hat.
Wer diese Trennung kennt, schreibt andere Verträge, füllt Frachtpapiere anders aus und dokumentiert Beanstandungen bei der Übernahme. Genau das ist einer der Bausteine, den wir in der Schulung durchgehen — mit Ihren Papieren.
Was bei einer Kontrolle passiert
Der Bußgeldkatalog staffelt Verstöße gegen die Ladungssicherung in drei Stufen, die aufeinander aufbauen:
Teurer als das Bußgeld ist fast immer das, was danach kommt: Weiterfahrtuntersagung, Umladen auf dem Standstreifen, Standzeit, verpasster Liefertermin, Regress des Auftraggebers. Und bei einem Arbeitsunfall prüft die Berufsgenossenschaft zuerst, ob unterwiesen wurde — und ob es dafür einen Nachweis gibt.
Für wen ist die Ladungssicherung Schulung geeignet?
Die Schulung richtet sich an alle, die im Betrieb Einfluss darauf haben, wie eine Ladung auf das Fahrzeug kommt und wieder herunter. Das sind deutlich mehr Menschen, als die meisten Betriebe zunächst annehmen — die Verantwortungskette beginnt beim Einkauf der Zurrmittel und endet erst beim Fahrer auf der Autobahn.
Selbsttest: Brauchen wir die Schulung?
- Bei uns wird regelmäßig auf Lkw, Anhänger oder Transporter verladen
- Wir können für das laufende Jahr keine dokumentierte Unterweisung vorlegen
- Der letzte Ausbildungsnachweis ist älter als drei Jahre
- Es gab in den letzten zwölf Monaten eine Beanstandung bei einer Kontrolle
- Wir haben Transportschäden, deren Ursache nie sauber geklärt wurde
- Niemand im Betrieb ist ausdrücklich für Ladungssicherung benannt
- Zurrgurte werden beschafft, aber nicht systematisch geprüft und aussortiert
- Wir verladen auch Gefahrgut und wissen nicht, welche Zusatzregeln greifen
Trifft einer dieser Punkte zu, lohnt sich ein Gespräch. Trifft mehr als die Hälfte zu, ist der Handlungsbedarf akut.
Inhalte der Ladungssicherung Schulung — 8 Unterrichtseinheiten
Der Aufbau folgt den Ausbildungsinhalten der VDI 2700 Blatt 1. Etwa vier der acht Unterrichtseinheiten verbringen wir am Fahrzeug — nicht als Vorführung, sondern mit Gurten in der Hand.
| Baustein | Umfang | Inhalte |
|---|---|---|
| Rechtsgrundlagen und Verantwortlichkeiten | 1 UE | §§ 22 und 23 StVO, § 31 Abs. 2 StVZO, §§ 412 und 427 HGB, § 12 ArbSchG, § 4 DGUV Vorschrift 1, BetrSichV, § 130 OWiG. VDI 2700 ff. als anerkannte Regel der Technik. Rollenabgrenzung Fahrer, Halter, Verlader, Absender. |
| Physikalische Grundlagen | 1 UE | Massen- und Trägheitskräfte, Beschleunigungsbeiwerte 0,8 g nach vorn und 0,5 g zur Seite und nach hinten, Reibung und Reibbeiwert my, Schwerpunkt und Kippsicherheit, Rechenbeispiele nach DIN EN 12195-1. |
| Sicherungsverfahren | 1 UE | Formschluss und Kraftschluss, Niederzurren, Direktzurren, Diagonal- und Schrägzurren, Kopflashing, Buchtlashing, Blockieren und Verkeilen, kombinierte Sicherung. Wann welches Verfahren trägt — und wann nicht. |
| Zurrmittel und Hilfsmittel | 1 UE | Zurrgurt, Zurrkette, Rundschlinge, Ratschentypen. Kennwerte LC, STF und SHF richtig lesen. Antirutschmatten und reibwerterhöhende Materialien, Kantenschutz, Sperrbalken, Netze, Staupolster. Prüfung, Ablegereife und Dokumentation nach VDI 2700 Blatt 3.1. |
| Fahrzeug, Aufbau und Lastverteilung | 1 UE | Zurrpunkte nach DIN EN 12640, Aufbaufestigkeit nach DIN EN 12642 Code L und Code XL, Planen nach DIN EN 12641. Lastverteilungsplan lesen und anwenden, Achslasten, Nutzlast, Überladung. |
| Praxis am Fahrzeug | 2 UE | Paletten, Maschinen, Coils, Baustoffe, Schüttgut, Kleinteile, Fässer und IBC. Vorspannkraft messen, Zurrwinkel einschätzen, Gurte richtig ansetzen, Kanten schützen. Jeder Teilnehmer sichert selbst. |
| Fehleranalyse und Abfahrtkontrolle | 1 UE | Wir bauen typische Fehler nach und lassen sie finden. Ablauf einer Abfahrtkontrolle, Verhalten bei Kontrollen, Umgang mit Beanstandungen fremder Verlader, Dokumentation. |
Verladen Sie Gefahrgut oder packen Sie Seecontainer, erweitern wir den Tag um die einschlägigen Zusatzregeln — Kapitel 7.5 ADR für Verladung und Handhabung, den CTU-Code für Container. Beides schulen wir ohnehin und können es sauber verzahnen.
So läuft Ihre Schulung ab
Inhouse, Präsenz, Online oder hybrid — was passt zu Ihnen?
Wir sagen offen, wo die Grenzen der einzelnen Formate liegen. Eine reine Online-Schulung kann Wissen vermitteln, aber keinen Gurt spannen. Für die jährliche Unterweisung reicht sie vielen Betrieben, für die Grundausbildung raten wir davon ab.
| Kriterium | Inhouse bei Ihnen | Offene Präsenzschulung | Online-Live | Hybrid |
|---|---|---|---|---|
| Praxisanteil | hoch, am eigenen Fahrzeug | mittel, an Fremdfahrzeugen | keiner | hoch, Praxis vor Ort |
| Ausfallzeit je Mitarbeiter | ein Arbeitstag | ein bis zwei Tage plus Anreise | halber bis ganzer Tag | gestreckt, planbar |
| Bezug zur eigenen Ladung | vollständig | gering | gering | vollständig |
| Kosten bei acht Teilnehmern | Festpreis, meist am günstigsten | Kopfpreis mal acht plus Reisekosten | niedrig | mittel |
| Geeignet für Grundausbildung | ja | ja | eingeschränkt | ja |
| Geeignet für jährliche Unterweisung | ja | ja | ja | ja |
| Terminflexibilität | hoch, auch Samstag oder Schichtbeginn | an feste Termine gebunden | hoch | hoch |
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Festpreis pro Schulungstag statt Kopfpauschale — ab etwa sechs Teilnehmern deutlich günstiger
- Anfahrt und Spesen bundesweit im Preis enthalten
- Rund die Hälfte des Tages praktische Übung, nicht Frontalunterricht
- Geübt wird an Ihren Fahrzeugen und mit Ihren Zurrmitteln
- Unterlagen werden vorab auf Ihre Ladungsarten angepasst
- Kleine Gruppen bis 15 Teilnehmer, jeder kommt zum Zug
- Ausbildungsnachweis nach VDI 2700a für jeden Teilnehmer
- Teilnehmerliste und Unterweisungsnachweis prüfungsfest für Ihre Akte
- Termine auch samstags, im Schichtbeginn oder in Randzeiten
- Kurzfristige Termine sind in der Regel möglich
- Schulung auf Wunsch in einfacher Sprache für gemischte Teams
- Verzahnung mit ADR 1.3, CTU-Code und Gefahrgutthemen aus einer Hand
- Wir prüfen auf Wunsch Ihre vorhandenen Zurrmittel auf Ablegereife
- Auf Wunsch Entwurf einer betrieblichen Verladerichtlinie
- Rückfragen nach der Schulung bleiben kostenfrei
- Ein fester Ansprechpartner vom ersten Anruf bis zum Nachweis
Was kostet eine Ladungssicherung Schulung?
Wir rechnen pro Schulungstag ab, nicht pro Kopf. Das ist der Grund, warum Inhouse bei uns ab etwa sechs Teilnehmern günstiger ist als jede Kopfpauschale — und warum Sie den Preis vorab kennen, statt ihn erfragen zu müssen. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer.
Grundschulung VDI 2700a
1 Tag · 8 UE · inhouse-
Inhalt:
-
Rechtsgrundlagen und Verantwortlichkeiten
-
Physik, Reibung, Lastverteilung
-
Sicherungsverfahren und Zurrmittel
-
2 UE Praxis am eigenen Fahrzeug
-
Inklusive:
-
bis 15 Teilnehmer
-
Anfahrt und Spesen bundesweit
-
Ausbildungsnachweis VDI 2700a
-
Unterlagen und Handout
Auffrischung Blatt 5
1 Tag · alle 3 Jahre-
Inhalt:
-
Auffrischung nach VDI 2700 Blatt 5
-
Rechtsänderungen und aktuelle Rechtsprechung
-
Auswertung Ihrer Beanstandungen
-
Praxisteil mit neuen Ladungsbeispielen
-
Inklusive:
-
bis 15 Teilnehmer
-
Anfahrt und Spesen bundesweit
-
Auffrischungsnachweis
-
Aktualisierte Unterlagen
Jährliche Unterweisung
Halbtag · § 12 ArbSchG-
Inhalt:
-
Pflichtunterweisung nach § 12 ArbSchG
-
§ 4 DGUV Vorschrift 1 erfüllt
-
Betriebsbezogene Fehlerbilder
-
Kurzer Praxisteil am Fahrzeug
-
Inklusive:
-
bis 15 Teilnehmer
-
Anfahrt und Spesen bundesweit
-
Dokumentierter Unterweisungsnachweis
-
Auf Wunsch zwei Gruppen am selben Tag
Mehrtages- und Individualschulungen, die Ausbildung einer beauftragten Person Ladungssicherung sowie die Kombination mit ADR 1.3 oder CTU-Code kalkulieren wir individuell — nennen Sie uns Umfang und Teilnehmerzahl, Sie erhalten in der Regel innerhalb eines Werktages ein Festpreisangebot. Zum Vergleich: Kopfpreise großer Prüfgesellschaften liegen für die zweitägige Ausbildung nach VDI 2700a üblicherweise im mittleren dreistelligen bis vierstelligen Bereich je Teilnehmer, zuzüglich Reisekosten und Ausfallzeit.
Drei Fehler, die wir bei Betriebsbegehungen immer wieder finden
Keine Extremfälle. Der Regelfall.
Zwei Gurte, die nichts halten
Eine Maschine steht auf der Pritsche, darüber zwei Gurte im flachen Winkel. Sieht ordentlich aus. Beim Nachmessen liegt die Vorspannkraft bei einem Bruchteil dessen, was die Rechnung nach DIN EN 12195-1 verlangt — Niederzurren wirkt nur über die Reibung, und der flache Zurrwinkel vernichtet den Rest. Zwei Antirutschmatten hätten mehr gebracht als der dritte Gurt.
Die Ladelücke hinter der Stirnwand
Zwischen Stirnwand und erster Palettenreihe bleiben 40 Zentimeter Luft, weil die Reihe nicht ganz aufging. Bei einer Vollbremsung ist das der Anlauf, den die Ladung braucht, um die Stirnwand zu durchschlagen. Ein Sperrbalken oder Staupolster hätte das Problem in zwei Minuten gelöst — wenn jemand gewusst hätte, dass es eines ist.
Code XL ohne Lastverteilungsplan
Ein Betrieb verlässt sich auf den verstärkten Aufbau nach DIN EN 12642 Code XL und sichert deshalb kaum noch. Der Aufbau trägt aber nur unter den Bedingungen des Zertifikats — formschlüssige Beladung, definierte Ladelücken, eingehaltene Lastverteilung. Ohne den zugehörigen Lastverteilungsplan ist der Code XL kein Freibrief, sondern ein Missverständnis mit Haftungsfolge.
Was uns außerdem regelmäßig begegnet
- Zurrgurte mit Schnitten, Garnbrüchen oder fehlendem Etikett bleiben im Einsatz
- LC und STF werden verwechselt, die Rechnung stimmt deshalb nie
- Kantenschutz fehlt, der Gurt wird an der Ladungskante durchgescheuert
- Ratschen werden mit Verlängerungsrohren überspannt statt fachgerecht bedient
- Antirutschmatten liegen im Regal, nicht unter der Ladung
- Direktzurren und Niederzurren werden vermischt und gegenseitig unwirksam gemacht
- Zurrpunkte werden überlastet, weil ihre Tragfähigkeit niemand kennt
- Schwere Ladung steht hinten, die Vorderachse wird entlastet
- Der Lastverteilungsplan hängt im Büro statt im Fahrzeug
- Teilentladungen werden gefahren, ohne die Sicherung neu zu setzen
- Schüttgut wird ohne Abdeckung transportiert
- Rollende Güter wie Fässer und Coils werden nur niedergezurrt statt formschlüssig gesichert
- Kleintransporter und Sprinter gelten als Ausnahme — sie sind keine
- Fremdverladung wird ungeprüft übernommen, Beanstandungen nicht dokumentiert
- Die Unterweisung findet statt, aber niemand unterschreibt eine Liste
- Niemand im Betrieb ist ausdrücklich für Ladungssicherung benannt
- Zurrmittel werden nicht wiederkehrend durch eine befähigte Person geprüft
Kaum einer dieser Punkte entsteht aus Nachlässigkeit. Fast alle entstehen, weil nie jemand erklärt hat, warum es anders sein muss. Genau das ist der Job eines Schulungstages.
Für welche Branchen wir schulen
Die physikalischen Grundlagen sind überall gleich, die Fehlerbilder nicht. Wir bringen die Beispiele mit, die zu Ihrer Ladung gehören.
Warum Gefahrgut Consulting
Gefahrgut Consulting mit Sitz in Leverkusen betreut Unternehmen bundesweit in Gefahrgut-, Transport- und Arbeitsschutzthemen. Ladungssicherung ist bei uns kein Zusatzprodukt neben fünfzig anderen Seminaren, sondern Teil dessen, womit wir täglich zu tun haben: Betriebsbegehungen, Beanstandungen nach Kontrollen, Schadensfälle, in denen im Nachhinein geklärt wird, wer hätte anders handeln müssen.
Wir kommen aus der Praxis, nicht aus dem Seminarbetrieb. Als externer Gefahrgutbeauftragter sehen wir Verladungen in Chemiebetrieben, auf Baustellen, in Entsorgungsanlagen und an Speditionsrampen — und wir sehen, welche Erklärung ankommt und welche nicht. Diese Beispiele stehen in keinem Lehrbuch, sie stehen in unseren Begehungsprotokollen.
- Der Inhaber schult selbst — kein wechselnder Dozentenpool
- Qualifikation als Gefahrgutbeauftragter mit Prüfung bei der IHK
- Laufende Betriebsbetreuung statt reiner Seminartätigkeit
- Praxisbeispiele aus Chemie, Bau, Entsorgung und Spedition
- Rechtsstand wird fortlaufend gepflegt, nicht jährlich nachgezogen
- Ehrliche Auskunft dazu, was unsere Schulung nicht abdeckt
- Bundesweite Durchführung ohne Reisekostenaufschlag
- Alle Nachweise prüfungsfest dokumentiert
Häufige Fragen zur Ladungssicherung Schulung
Ist eine Ladungssicherung Schulung gesetzlich Pflicht?
Die jährliche Unterweisung ist Pflicht — § 12 ArbSchG und § 4 DGUV Vorschrift 1 verpflichten den Arbeitgeber, Beschäftigte ausreichend und angemessen zu unterweisen und dies zu wiederholen. Die Ausbildung nach VDI 2700a ist formal keine Rechtspflicht, sondern die anerkannte Regel der Technik, auf die § 22 Abs. 1 StVO verweist. Praktisch verlangen Auftraggeber, Versicherer und Behörden den Nachweis regelmäßig.
Wie lange dauert die Schulung?
Die Grundschulung nach VDI 2700a umfasst bei uns einen Tag mit acht Unterrichtseinheiten, davon rund die Hälfte Praxis. Manche Anbieter setzen zwei Tage an, weil sie den Praxisteil an fremden Fahrzeugen aufbauen müssen und Anfahrten einrechnen. Weil wir zu Ihnen kommen und an Ihren Fahrzeugen arbeiten, entfällt dieser Aufwand. Die jährliche Unterweisung dauert einen halben Tag.
Wie oft muss die Schulung wiederholt werden?
Drei Rhythmen laufen parallel: Die Unterweisung nach § 12 ArbSchG und § 4 DGUV Vorschrift 1 mindestens jährlich. Die Auffrischung nach VDI 2700 Blatt 5 wird alle drei Jahre empfohlen. Wer Berufskraftfahrer mit Schlüsselzahl 95 beschäftigt, muss zusätzlich die 35 Unterrichtseinheiten BKrFQG-Weiterbildung in fünf Jahren abdecken.
Wer ist für die Ladungssicherung verantwortlich — Fahrer oder Verlader?
Beide, und noch einige mehr. § 22 Abs. 1 StVO ist adressatenoffen formuliert und trifft jeden, der verlädt. Der Fahrer muss vor Fahrtantritt prüfen, auch bei Fremdverladung. Der Halter haftet über § 31 Abs. 2 StVZO. Zivilrechtlich schuldet der Absender nach § 412 Abs. 1 HGB die beförderungssichere, der Frachtführer die betriebssichere Verladung. Und die Geschäftsleitung haftet über § 130 OWiG für die Aufsicht.
Was kostet eine Ladungssicherung Schulung bei Ihnen?
Die Inhouse-Grundschulung kostet 1.190 Euro pro Schulungstag zuzüglich Umsatzsteuer, die Auffrischung 990 Euro, die jährliche Unterweisung 890 Euro pro Halbtag. Bis 15 Teilnehmer sind enthalten, Anfahrt und Spesen bundesweit ebenfalls. Abgerechnet wird pro Tag, nicht pro Kopf — ab etwa sechs Teilnehmern ist das günstiger als jede Kopfpauschale.
Was ist der Unterschied zwischen Unterweisung und VDI-2700a-Schulung?
Die Unterweisung ist die gesetzlich vorgeschriebene, jährlich zu wiederholende Belehrung der eigenen Beschäftigten über die Gefährdungen ihres konkreten Arbeitsplatzes. Die Ausbildung nach VDI 2700a ist eine inhaltlich definierte Grundausbildung mit festgelegten Ausbildungsinhalten nach VDI 2700 Blatt 1 und eigenem Ausbildungsnachweis. Die Ausbildung ersetzt die jährliche Unterweisung nicht dauerhaft.
Gilt die Schulung auch als BKrFQG-Weiterbildung mit Schlüsselzahl 95?
Nein. Ladungssicherung ist zwar Unterkenntnisbereich 1.4 der Anlage 1 BKrFQV, aber anrechnen darf die Unterrichtseinheiten nur eine nach § 9 BKrFQG landesbehördlich anerkannte Ausbildungsstätte. Unsere Schulung deckt die Unterweisungspflicht und die Ausbildung nach VDI 2700a ab, nicht die 35 UE zur Schlüsselzahl 95. Wir sagen Ihnen das vorab und nennen Ihnen einen Weg dorthin.
Kann die Schulung online stattfinden?
Der Theorieteil funktioniert online gut, der Praxisteil nicht. Für die jährliche Unterweisung ist eine Live-Online-Durchführung vertretbar, sofern sie interaktiv ist und dokumentiert wird. Für die Grundausbildung nach VDI 2700a raten wir davon ab: Wer nie selbst einen Gurt gespannt hat, schätzt Vorspannkräfte falsch ein. Ein reines Selbstlern-Video halten wir bei einem Schadensfall für schwer verteidigbar.
Wie viele Teilnehmer können mitmachen?
Bis 15 Teilnehmer sind im Festpreis enthalten. Größere Belegschaften teilen wir auf zwei Gruppen auf — bei der halbtägigen Unterweisung ist das oft am selben Tag möglich, sodass der Betrieb durchgängig besetzt bleibt.
Welchen Nachweis erhalten die Teilnehmer?
Jeder Teilnehmer erhält einen personalisierten Ausbildungsnachweis nach VDI 2700a mit Datum, Inhalten und Umfang. Sie bekommen zusätzlich die unterschriebene Teilnehmerliste für Ihre Personalakte sowie das Handout. Bei der Unterweisung stellen wir den dokumentierten Unterweisungsnachweis aus, wie ihn Berufsgenossenschaft und Aufsicht sehen wollen.
Wie lange ist der Ausbildungsnachweis gültig?
Der Nachweis selbst trägt kein Ablaufdatum. VDI 2700 Blatt 5 empfiehlt jedoch eine Auffrischung spätestens alle drei Jahre, und viele Auftraggeber verlangen genau das. Unabhängig davon bleibt die jährliche Unterweisungspflicht bestehen.
Was brauchen wir vor Ort für den Praxisteil?
Einen Raum mit Projektionsmöglichkeit für den Theorieteil, ein Fahrzeug aus Ihrem Bestand, eine typische Ladung und Ihre vorhandenen Zurrmittel. Mehr nicht. Fehlt etwas, bringen wir Demonstrationsmaterial mit — geübt wird aber am liebsten mit dem, was bei Ihnen täglich im Einsatz ist.
Gilt Ladungssicherung auch für Kleintransporter und Pkw?
Ja, ohne Einschränkung. § 22 StVO unterscheidet nicht nach Fahrzeuggröße. VDI 2700 Blatt 16 behandelt Transporter bis 7,5 Tonnen ausdrücklich. Gerade im Handwerk und im Servicebereich finden wir die gravierendsten Mängel — loses Werkzeug im Laderaum wird bei einer Vollbremsung zum Geschoss.
Was ist der Unterschied zwischen Niederzurren und Direktzurren?
Niederzurren presst die Ladung über die Vorspannkraft auf die Ladefläche und wirkt ausschließlich über die Reibung — ohne ausreichenden Reibbeiwert und steilen Zurrwinkel bringt es wenig. Direktzurren verbindet die Ladung über Zurrpunkte unmittelbar mit dem Fahrzeug und nimmt die Kräfte direkt auf. Welches Verfahren trägt, entscheidet die Ladung, nicht die Gewohnheit.
Was bedeuten LC und STF auf dem Zurrgurt-Etikett?
LC steht für Lashing Capacity, die zulässige Zurrkraft — sie ist der Rechenwert für das Direktzurren. STF steht für Standard Tension Force, die Vorspannkraft, die bei einer Handkraft von 50 Dekanewton erreicht wird — sie ist der Rechenwert für das Niederzurren. Die beiden Werte zu verwechseln ist der häufigste Rechenfehler in der Praxis.
Reicht ein Aufbau nach Code XL, um auf Sicherung zu verzichten?
Nein. Ein Aufbau nach DIN EN 12642 Code XL hält höheren Kräften stand, aber nur unter den Bedingungen des Zertifikats: formschlüssige Beladung, begrenzte Ladelücken, eingehaltene Lastverteilung. Ohne den zugehörigen Lastverteilungsplan im Fahrzeug ist der Code XL im Streitfall wenig wert.
Wie oft müssen Zurrmittel geprüft werden?
Vor jeder Benutzung durch den Anwender per Sichtkontrolle, zusätzlich wiederkehrend durch eine befähigte Person nach BetrSichV in Verbindung mit TRBS 1203. Die Prüfkriterien und Ablegereifekriterien stehen in VDI 2700 Blatt 3.1 und DIN EN 12195. Wir gehen das in der Schulung an Ihren Gurten durch und sortieren aus, was raus muss.
Wir verladen auch Gefahrgut. Deckt die Schulung das mit ab?
Auf Wunsch ja. Wir erweitern den Tag um Kapitel 7.5 ADR — Verladung, Handhabung, Zusammenladeverbote — sowie um die Anforderungen des CTU-Codes, wenn Sie Seecontainer packen. Eine ADR-1.3-Unterweisung ersetzt die Ladungssicherungsschulung allerdings nicht und umgekehrt.
Wie kurzfristig sind Termine möglich?
In der Regel innerhalb weniger Wochen, bei freien Kapazitäten auch schneller. Wenn Sie nach einer Kontrolle oder einem Schadensfall unter Zeitdruck stehen, sagen Sie das im Erstgespräch — solche Fälle ziehen wir vor. Termine samstags oder zum Schichtbeginn sind möglich.
Was passiert nach der Schulung?
Sie erhalten die Nachweise, das Handout und auf Wunsch einen Entwurf für eine betriebliche Verladerichtlinie. Rückfragen danach beantworten wir kostenfrei — erfahrungsgemäß kommen die besten Fragen erst, wenn das Gelernte auf den ersten realen Sonderfall trifft. Vor der fälligen Auffrischung melden wir uns von selbst.
Schulen Sie auch in einfacher Sprache oder mehrsprachigen Teams?
Ja. Bei gemischten Teams reduzieren wir das Fachvokabular, arbeiten stärker über Demonstration am Fahrzeug und lassen jeden Teilnehmer selbst sichern. Verstanden ist, was jemand vormachen kann — nicht, was er nachsprechen kann.
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Alex Cwiklinski — Geschäftsinhaber und Gefahrgutbeauftragter
Sie erreichen mich direkt unter 0214 403 9597 oder über das Formular. Nennen Sie mir Standort, ungefähre Teilnehmerzahl und was bei Ihnen transportiert wird — mehr brauche ich für ein belastbares Festpreisangebot zunächst nicht. Antwort in der Regel innerhalb eines Werktages, kurzfristige Termine sind meist möglich.

Seit über 10 Jahren beraten wir Unternehmen bundesweit zu Gefahrgut, Transport-Compliance und Arbeitssicherheit – persönlich, verlässlich und zu transparenten Pauschalpreisen.
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