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Externer Energiemanagementbeauftragter

Wir übernehmen die Rolle des Energiemanagementbeauftragten in Ihrem Unternehmen: energetische Bewertung, Kennzahlen, interne Audits und die Begleitung des Zertifizierungsaudits nach DIN EN ISO 50001. Bundesweit, mit festem Ansprechpartner und ohne eigene Personalkosten.

  • ISO 50001, EnEfG und EDL-G aus einer Hand
  • Auditfähiges System statt Ordner im Regal
  • Fester Ansprechpartner, deutschlandweit vor Ort
  • Rechtsstand Juli 2026 inklusive EnEfG-Novelle

Unverbindlich und kostenfrei · Antwort in der Regel innerhalb eines Werktages

Wann benötigen Unternehmen einen externen Energiemanagementbeauftragten?

Kurz gefasst: Ein Energiemanagementbeauftragter ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, ein Energiemanagementsystem dagegen sehr wohl. Unternehmen mit mehr als 7,5 Gigawattstunden durchschnittlichem Gesamtendenergieverbrauch müssen nach § 8 EnEfG ein Energie- oder Umweltmanagementsystem betreiben, Unternehmen ohne KMU-Status sind nach § 8 EDL-G energieauditpflichtig. Die Rolle des Beauftragten ist das organisatorische Werkzeug, mit dem diese Pflichten im Alltag erfüllt werden. Sie kann intern oder extern besetzt werden.

Welche Pflichten gelten heute?

RegelungWer ist betroffenWas ist zu tunFrist oder Turnus
§ 8 EnEfGmehr als 7,5 GWh Gesamtendenergieverbrauch im Dreijahresmittel, unabhängig von der UnternehmensgrößeEnergie- oder Umweltmanagementsystem einrichten, mindestens 90 Prozent des Verbrauchs abdecken, Abwärme erfassen, Wirtschaftlichkeit nach DIN EN 17463 bewertenFrist 18.07.2025 abgelaufen, bei späterer Statuserlangung 20 Monate
§ 9 EnEfGab 2,5 GWh GesamtendenergieverbrauchUmsetzungspläne für wirtschaftliche Einsparmaßnahmen erstellen, bestätigen lassen und veröffentlichenbinnen drei Jahren
§ 8 EDL-GUnternehmen ohne KMU-Status nach EU-Empfehlung 2003/361/EGEnergieaudit nach DIN EN 16247-1, Meldung an das BAFAalle vier Jahre, Meldung binnen zwei Monaten
§ 30 EnFGstromkostenintensive Unternehmen mit Antrag auf Umlagebegrenzungzertifiziertes EnMS nach ISO 50001 oder EMAS als Tatbestandsvoraussetzungjährlicher Antrag beim BAFA

Stand 28. Juli 2026 · EnEfG-Novelle: Das Bundeskabinett hat am 24. Juni 2026 einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Schwelle des § 8 EnEfG von 7,5 auf 23,6 Gigawattstunden anheben und die Energieauditpflicht des EDL-G vom KMU-Status auf einen Verbrauch von mehr als 2,77 Gigawattstunden umstellen soll. Bundestag und Bundesrat haben noch nicht entschieden. Bis zur Verkündung gilt das EnEfG in der Fassung von 2023 unverändert. Wer heute verpflichtet ist, bleibt es. Ein Abwarten auf die Novelle ist keine belastbare Compliance-Strategie. Hintergründe im Ratgeber: Energieeffizienzgesetz (EnEfG).

Fordert die ISO 50001 einen Energiemanagementbeauftragten?

Nein. Mit der Revision 2018 ist die Anforderung entfallen, einen Beauftragten der obersten Leitung zu benennen. Abschnitt 5.1 der DIN EN ISO 50001 verlangt stattdessen, dass die oberste Leitung ein Energiemanagementteam bildet, Abschnitt 5.3 verlangt, Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse zuzuweisen und bekannt zu machen. Der Energiemanagementbeauftragte ist damit keine Normpflicht, sondern die in der Praxis bewährte Koordinationsrolle, ohne die Zuständigkeiten zerfasern. Und weil die Norm nicht vorschreibt, wer diese Rolle ausfüllt, ist die externe Besetzung normkonform. Wie ein solches System aufgebaut ist, erklärt unser Ratgeber zum Energiemanagementsystem nach ISO 50001.

Was passiert bei Verstößen?

§ 19 EnEfG und § 12 EDL-G stufen Verstöße als Ordnungswidrigkeiten ein, begehbar vorsätzlich oder fahrlässig. Erfasst ist nicht nur das fehlende System oder Audit, sondern auch die verspätete, unvollständige oder unrichtige Meldung an das BAFA. Der Bußgeldrahmen ist im EnEfG nach Schwere gestaffelt und im EDL-G einheitlich, die Höhe wird im Einzelfall bemessen. Wirtschaftlich schwerer wiegt ein anderer Punkt: Das BAFA behandelt die unterlassene Einrichtung eines Managementsystems als Dauerordnungswidrigkeit. Die Pflicht endet erst mit der Zertifizierung, und nach einem rechtskräftigen Bescheid kann erneut geahndet werden.

Schnelltest: Ist Ihr Unternehmen verpflichtet?

Sechs Fragen zu Verbrauch, Unternehmensgröße und vorhandenen Nachweisen. Sie erhalten sofort eine Einordnung nach EnEfG und EDL-G, den Ausblick auf die geplante Novelle und die nächsten sinnvollen Schritte. Ohne Registrierung, ohne E-Mail-Adresse.

Ihre Vorteile mit einem externen Energiemanagementbeauftragten

Externer Beauftragter entlastet die eigenen Mitarbeitenden – Ressourcen bleiben im Kerngeschäft

Ressourcen

Ihr Team bleibt in der Kerntätigkeit und hat trotzdem einen festen Ansprechpartner für das Energiemanagementsystem.

Externe Beauftragte auf aktuellem Stand von Normen, Recht und Technik

Aktualität

Norm- und Rechtsänderungen verfolgen wir laufend über alle Mandate, von der ISO-Revision bis zur EnEfG-Novelle.

Neutrale und unabhängige Beratung durch externe Beauftragte

Neutralität

Betriebsblindheit und Rollenkonflikte entfallen. Im internen Audit zählt genau diese Unabhängigkeit.

Planbare und kalkulierbare Kosten für einen externen Beauftragten

Planbare Kosten

Ein vereinbartes Honorar statt Vollkosten einer Fachkraft, inklusive geregelter Vertretung bei Ausfall.

Intern oder extern? Der direkte Vergleich

KriteriumInterner BeauftragterExterner Beauftragter
KostenVollkosten einer Fachkraft inklusive Lohnnebenkosten und Fortbildungvereinbartes Honorar, im Voraus kalkulierbar
Fachkundemuss aufgebaut und jährlich aufgefrischt werdenvom ersten Tag an vorhanden
Vertretung bei Ausfallzusätzlich zu regelnvertraglich abgesichert
Rechtsstandeigene Recherche neben dem Tagesgeschäftlaufende Beobachtung über alle Mandate
Neutralität im AuditBetriebsblindheit und Rollenkonflikte möglichunabhängige Bewertung
Mehrere StandorteKapazität begrenztflexibel skalierbar

Häufig ist das Mischmodell am wirtschaftlichsten: Ein Mitarbeiter bleibt Ansprechpartner im Betrieb, die fachliche Führung und die Auditarbeit liegen extern.

Unsicher, ob Ihr Verbrauch die Schwelle des § 8 EnEfG reißt?

Unsere Leistungen als externer Energiemanagementbeauftragter

Wir übernehmen die Rolle vollständig oder ergänzen einen internen Beauftragten dort, wo Fachkunde oder Kapazität fehlen. Der Leistungsumfang wird vor Vertragsbeginn schriftlich abgegrenzt.

Einzelne Bausteine sind separat buchbar, etwa das Energieaudit nach EDL-G, die Vorbereitung des Zertifizierungsaudits oder die Betreuung eines internen Beauftragten.

So läuft die Betreuung ab

  1. Kostenlose ErstberatungWir klären Verbrauch, Standorte, vorhandene Nachweise und ordnen Ihre Pflichtlage nach EnEfG und EDL-G ein.
  2. Bestandsaufnahme vor OrtEnergiedaten, Messkonzept, bestehende Dokumentation und Reifegrad des Systems werden aufgenommen.
  3. Aufbau oder Ertüchtigung des EnMSEnergiepolitik, Ziele, energetische Ausgangsbasis, Kennzahlen, wesentliche Energieeinsatzbereiche und Aktionspläne.
  4. Laufender BetriebDatenpflege, Energieteam-Sitzungen, Rechtskataster, Maßnahmenverfolgung und Berichte an die Geschäftsführung.
  5. Internes Audit und ManagementbewertungNachweise prüfen, Abweichungen aufnehmen, Korrekturmaßnahmen festlegen, Managementbewertung vorbereiten und protokollieren.
  6. Zertifizierungs- und ÜberwachungsauditVorbereitung der Unterlagen, Begleitung des Auditors im Stufe-1- und Stufe-2-Audit, Nachbereitung der Feststellungen.
PDCA-Zyklus im Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 Kreislaufdarstellung der vier Phasen Plan, Do, Check und Act mit Zuordnung zu den Normkapiteln 4 bis 10 der DIN EN ISO 50001 und den jeweiligen Kernaufgaben im Energiemanagement. Der PDCA-Zyklus im Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 Fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung Energie- management- system PLAN Kap. 4–6 Planen DO Kap. 7–8 Umsetzen CHECK Kap. 9 Überprüfen ACT Kap. 10 Handeln PLAN – Kapitel 4 bis 6 • Kontext, Energiepolitik, Energieteam • Energetische Bewertung, SEU bestimmen • EnPI und Ausgangsbasis (Baseline) • Energieziele und Aktionspläne DO – Kapitel 7 und 8 • Ressourcen, Kompetenz, Bewusstsein • Betriebliche Steuerung der SEU • Energie in Auslegung und Beschaffung • Dokumentierte Informationen lenken CHECK – Kapitel 9 • Überwachen, messen, analysieren • Rechtliche Konformität bewerten • Internes Audit • Managementbewertung ACT – Kapitel 10 • Nichtkonformitäten und Korrekturen • Ursachenanalyse statt Symptompflege • Fortlaufende Verbesserung • Baseline und Ziele nachführen Die ISO 50001 fordert die fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung – nicht nur des Managementsystems. Gefahrgut Consulting · gefahrgut-consulting.de
PDCA-Zyklus im Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001

Branchen, die wir betreuen

Energiemanagement lohnt sich überall dort, wo Energie ein relevanter Kostenblock ist oder eine gesetzliche Schwelle erreicht wird. Aus dem Rheinland betreuen wir Mandate im gesamten Bundesgebiet.

  • Produktion und Metallverarbeitung
  • Chemie und Kunststoff
  • Lebensmittel und Getränke
  • Logistik und Spedition
  • Handel und Filialbetriebe
  • Rechenzentren
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Entsorgung und Recycling

Was kostet ein externer Energiemanagementbeauftragter?

Ein Pauschalpreis wäre an dieser Stelle unseriös, weil der Aufwand zwischen Unternehmen stark schwankt. Maßgeblich sind Anzahl und Größe der Standorte, Höhe und Struktur des Energieverbrauchs, der Reifegrad eines vorhandenen Systems, die Qualität der Messdatenerfassung sowie die Frage, ob zusätzlich ein Energieaudit oder Umsetzungspläne nach § 9 EnEfG anfallen. Nach dem kostenfreien Erstgespräch und einer kurzen Bestandsaufnahme erhalten Sie ein schriftliches Festpreisangebot mit klar abgegrenztem Leistungsumfang und einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten.

Energiemanagementbeauftragter

Betreuung nach DIN EN ISO 50001
auf Anfrage individuell kalkuliert
  • Übernahme der Funktion des Energiemanagementbeauftragten
  • Aufbau und Pflege Ihres EnMS nach ISO 50001
  • Energiedatenanalyse, Baseline und Kennzahlen (EnPI)
  • Jährliches internes Audit inklusive Bericht
  • Begleitung des Zertifizierungs- und Überwachungsaudits
  • Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter
  • Bericht an die Geschäftsführung
  • Telefon- und E-Mail-Support

Häufige Fragen zum externen Energiemanagementbeauftragten

Er koordiniert das Energiemanagementsystem eines Unternehmens, ohne dort angestellt zu sein. Konkret heißt das: Energiedaten erfassen und bewerten, energetische Ausgangsbasis und Energiekennzahlen (EnPI) festlegen, wesentliche Energieeinsatzbereiche identifizieren, Aktionspläne fortschreiben, das Rechtskataster pflegen, interne Audits durchführen, die Managementbewertung vorbereiten und das Zertifizierungsaudit begleiten. Er berichtet an die Geschäftsführung und ist zentraler Ansprechpartner für Auditoren, Zertifizierer und Behörden. Die Verantwortung der obersten Leitung nach Abschnitt 5.1 der DIN EN ISO 50001 kann er nicht übernehmen, wohl aber die gesamte operative Arbeit, die daraus folgt.

Nein. Die DIN EN ISO 50001 hat mit der Revision 2018 die Anforderung gestrichen, einen Beauftragten der obersten Leitung zu benennen. Abschnitt 5.1 verlangt stattdessen, dass die oberste Leitung ein Energiemanagementteam bildet, Abschnitt 5.3 verlangt, Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse zuzuweisen und bekannt zu machen. Verpflichtend ist also nicht die Person, sondern das funktionierende System. In der Praxis benennen dennoch fast alle Unternehmen einen Koordinator, weil sonst Zuständigkeiten zerfasern. Da die Norm nicht vorschreibt, wer die Rolle ausfüllt, ist die externe Besetzung normkonform.

Nach § 8 EnEfG Unternehmen mit einem jährlichen durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 7,5 Gigawattstunden in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren, und zwar unabhängig von der Unternehmensgröße. Verlangt wird ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS, das mindestens 90 Prozent des Gesamtendenergieverbrauchs abdeckt. Hinzu kommen die Erfassung von Abwärme und die Wirtschaftlichkeitsbewertung nach DIN EN 17463. Für Unternehmen, die den Status bis zum 17. November 2023 erreicht hatten, lief die Frist am 18. Juli 2025 ab. Wer den Status später erreicht, hat 20 Monate Zeit.

Das Bundeskabinett hat am 24. Juni 2026 einen Gesetzentwurf beschlossen, der das EnEfG auf das Niveau der EU-Energieeffizienzrichtlinie zurückführen soll. Vorgesehen sind unter anderem die Anhebung der EnMS-Schwelle von 7,5 auf 23,6 Gigawattstunden, die Anerkennung von ISO 14001 als Umweltmanagementsystem und die Umstellung der Energieauditpflicht im EDL-G vom KMU-Status auf einen Verbrauch von mehr als 2,77 Gigawattstunden. Bundestag und Bundesrat haben noch nicht entschieden, das Gesetz ist nicht verkündet. Bis dahin gilt das EnEfG von 2023 unverändert. Stand dieser Angabe: 28. Juli 2026.

Nach § 8 EDL-G alle Unternehmen, die keine kleinen oder mittleren Unternehmen im Sinne der EU-Empfehlung 2003/361/EG sind. Maßgeblich ist der KMU-Status, nicht der Verbrauch: weniger als 250 Beschäftigte und höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder 43 Millionen Euro Bilanzsumme, jeweils unter Berücksichtigung von Partnerunternehmen und verbundenen Unternehmen. Das Audit erfolgt nach DIN EN 16247-1 mindestens alle vier Jahre, das Ergebnis ist dem BAFA binnen zwei Monaten zu melden. Bei einem Gesamtenergieverbrauch von höchstens 500.000 Kilowattstunden genügt eine vereinfachte Erklärung.

Ja. § 8 Absatz 3 EDL-G befreit Unternehmen von der Energieauditpflicht, wenn sie ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder ein EMAS-Umweltmanagementsystem betreiben oder mit dessen Einrichtung begonnen haben. Das ist einer der wirtschaftlich stärksten Gründe, ein System aufzubauen statt alle vier Jahre ein Audit zu beauftragen: Statt einer Momentaufnahme entsteht ein laufender Prozess, der zugleich die Anforderungen des § 8 EnEfG erfüllt und die Voraussetzung für die Besondere Ausgleichsregelung nach § 30 EnFG schaffen kann. Entscheidend ist der Nachweis, dass mindestens 90 Prozent des Verbrauchs abgedeckt sind.

Das hängt vom Aufwand ab, und der ist zwischen Unternehmen sehr unterschiedlich. Preistreiber sind die Zahl und Größe der Standorte, Höhe und Struktur des Energieverbrauchs, der Reifegrad eines bereits vorhandenen Systems, die Qualität der Messdatenerfassung, das angestrebte Ziel, also Zertifizierung oder normorientierter Betrieb, sowie Zusatzleistungen wie ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 oder Umsetzungspläne nach § 9 EnEfG. Deshalb nennen wir hier bewusst keinen Pauschalpreis. Nach einem kostenfreien Erstgespräch und einer kurzen Bestandsaufnahme erhalten Sie ein schriftliches Festpreisangebot mit klar abgegrenztem Leistungsumfang.

Ein interner Beauftragter muss ausgebildet, fortgebildet und vertreten werden, die Fachkunde entsteht neben dem Tagesgeschäft. Ein externer Beauftragter bringt sie vom ersten Tag mit, verteilt den Aufwand über viele Mandate und bewertet das Unternehmen ohne Betriebsblindheit. Genau das zählt im internen Audit. Hinzu kommen planbare Kosten statt Vollkosten einer Fachkraft, eine vertraglich geregelte Vertretung und die Möglichkeit, bei mehreren Standorten zu skalieren. Häufig ist das Mischmodell am wirtschaftlichsten: Ein Mitarbeiter bleibt Ansprechpartner im Betrieb, die fachliche Führung liegt außerhalb.

Für einen mittelständischen Betrieb mit einem Standort sind sechs bis neun Monate von der Bestandsaufnahme bis zum Zertifizierungsaudit realistisch. Der Weg führt über Datenerhebung, Energiepolitik und Ziele, energetische Ausgangsbasis und Kennzahlen, Aktionspläne, eine Betriebsphase mit belastbaren Aufzeichnungen, internes Audit und Managementbewertung bis zum zweistufigen Zertifizierungsaudit. Der zeitkritische Punkt ist fast immer die Energiedatenerfassung. Fehlen Zähler oder Lastgänge, verlängert sich die Vorlaufzeit spürbar. Bei mehreren Standorten oder komplexen Produktionsprozessen kalkulieren wir entsprechend länger.

Deutlich weniger als beim Eigenaufbau, aber nicht null. Wir benötigen Zugang zu Verbrauchsdaten, Energierechnungen und Anlagenlisten, einen Ansprechpartner in Technik oder Facility Management und die Mitwirkung der Geschäftsführung bei Energiepolitik, Zielen und Managementbewertung. Diese Verantwortung lässt sich nach Abschnitt 5.1 der ISO 50001 nicht delegieren. Erfahrungsgemäß liegt der interne Aufwand in der Aufbauphase bei wenigen Stunden je Monat und im laufenden Betrieb darunter. Dokumentation, Auswertung, Auditvorbereitung, Berichte und die Kommunikation mit dem Zertifizierer übernehmen wir.

Energieleistungskennzahlen machen die energiebezogene Leistung messbar, etwa Kilowattstunden je produzierter Einheit, je Tonne oder je Quadratmeter. Sie werden gegen die energetische Ausgangsbasis gestellt, damit Verbesserungen belegbar sind und nicht nur behauptet werden. Wesentliche Energieeinsatzbereiche sind die Bereiche mit erheblichem Energieeinsatz oder großem Verbesserungspotenzial, häufig Druckluft, Kälte, Prozesswärme, Beleuchtung oder Fuhrpark. Beide Größen sind das Herzstück eines auditfähigen Systems, denn auf ihnen setzen Aktionspläne, Überwachung und Managementbewertung auf. Wir legen sie so fest, dass sie im Audit standhalten und im Alltag pflegbar bleiben.

Die Managementbewertung nach Abschnitt 9.3 der ISO 50001 ist die strukturierte Bewertung des Energiemanagementsystems durch die oberste Leitung. Bewertet werden unter anderem Zielerreichung, Entwicklung der Kennzahlen, Ergebnisse interner und externer Audits, Abweichungen und Korrekturmaßnahmen, Rückmeldungen aus dem Energieteam sowie der Ressourcenbedarf. Ergebnis sind dokumentierte Entscheidungen zu Zielen, Maßnahmen und Mitteln. Die Norm nennt keinen festen Turnus, verlangt aber geplante Abstände. In der Praxis hat sich einmal jährlich etabliert, bei größeren Organisationen häufiger. Wir bereiten die Sitzung vor, moderieren sie und erstellen das Protokoll.

§ 19 EnEfG und § 12 EDL-G stufen Verstöße als Ordnungswidrigkeiten ein, die vorsätzlich oder fahrlässig begangen werden können. Erfasst ist nicht nur das fehlende Managementsystem oder Energieaudit, sondern auch die verspätete, unvollständige oder unrichtige Meldung an das BAFA. Der Bußgeldrahmen ist im EnEfG nach Schwere gestaffelt und im EDL-G einheitlich, die Höhe wird im Einzelfall bemessen. Wirtschaftlich schwerer wiegt: Das BAFA behandelt die unterlassene Einrichtung eines Systems als Dauerordnungswidrigkeit. Die Pflicht endet erst mit der Zertifizierung, und nach einem rechtskräftigen Bescheid kann erneut geahndet werden.

Nicht zwingend. Die ISO 50001 schreibt kein Werkzeug vor, sondern verlangt belastbare Daten, nachvollziehbare Auswertungen und dokumentierte Informationen. Für einen Standort mit überschaubarer Zählerstruktur genügt oft eine sauber aufgebaute Tabellenkalkulation mit klaren Verantwortlichkeiten und Versionsstand. Sinnvoll wird eine Software, wenn viele Zähler, mehrere Standorte, Lastgangdaten im Viertelstundentakt oder automatisierte Berichte im Spiel sind. Wir prüfen im Erstgespräch, was Ihr Fall tatsächlich erfordert, und beraten herstellerneutral. Wir vertreiben keine Software und erhalten keine Provisionen.

Ja, und es lohnt sich. Seit der Revision 2018 folgt die ISO 50001 der harmonisierten Struktur, die auch ISO 9001 und ISO 14001 zugrunde liegt. Kontext der Organisation, interessierte Parteien, Führung, Planung, Unterstützung, Betrieb, Bewertung der Leistung und Verbesserung sind gleich aufgebaut. Dadurch lassen sich Dokumentenlenkung, Auditprogramm, Managementbewertung, Korrekturmaßnahmen und Schulungsnachweise gemeinsam führen. Das reduziert Doppelarbeit spürbar und verkürzt Auditzeiten, wenn Ihr Zertifizierer kombinierte Audits anbietet. Wir integrieren das Energiemanagement in ein bestehendes System, statt eine zweite Parallelwelt aufzubauen.

Unsere Dienstverträge haben eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Das schafft Planbarkeit auf beiden Seiten, weil ein Energiemanagementsystem erst über einen vollständigen Jahreszyklus mit Datenerhebung, internem Audit und Managementbewertung seine Wirkung entfaltet. Der Start ist unkompliziert: Sie schildern uns im kostenfreien Erstgespräch Verbrauch, Standorte und den Stand Ihrer Dokumentation. Wir ordnen Ihre Pflichtlage nach EnEfG und EDL-G ein und senden Ihnen ein Festpreisangebot mit klarem Leistungsumfang. Nach Beauftragung beginnen wir mit der Bestandsaufnahme vor Ort.

Weiterführende Leistungen und Fachbeiträge

Energiemanagement steht selten allein. Häufig sinnvoll sind ergänzend die individuellen Netzentgelte, die Energiebeschaffung und das Rechnungscontrolling. Betriebsbeauftragte aus einer Hand bündeln wir mit dem externen Abfallbeauftragten und dem externen Compliance-Beauftragten.

Fachlich vertiefend: Energiemanagementsystem nach ISO 50001, Energieaudit nach EDL-G, Pflichten nach dem Energieeffizienzgesetz und Zusammensetzung des gewerblichen Strompreises. Wer wir sind, steht im Unternehmensporträt.

ComplyDesk: Ihr Compliance-Portal zum Mandat – ohne Aufpreis

Kennzahlen, Auditfristen, Maßnahmen und Nachweise für Ihr Energiemanagementsystem liegen in Ihrem Portal bereit. Sie sehen jederzeit, wo ein Audit ansteht und welche Maßnahme noch offen ist. Wir arbeiten als Ihre bestellten Beauftragten direkt darin.

Kontakt

Schildern Sie uns kurz Verbrauch, Standorte und Ihren aktuellen Stand. Sie erhalten eine Einschätzung Ihrer Pflichtlage und ein Festpreisangebot. Telefonisch erreichen Sie uns unter 0214 403 9597.

Alex Cwiklinski
Alex Cwiklinski
Geschäftsinhaber & Gefahrgutbeauftragter

Seit über 10 Jahren beraten wir Unternehmen bundesweit zu Gefahrgut, Transport-Compliance und Arbeitssicherheit – persönlich, verlässlich und zu transparenten Pauschalpreisen.

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  • 0214 403 9597
  • Köschenberg 10, 51379 Leverkusen
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